Interview mit Herrn André Bischoff –
Prozessingenieur bei absolute Ceramics

1. absolute Ceramics hat Anfang Juli 2010 die ISO Zertifizierung für die Herstellung und den Vertrieb von dentalen Medizinprodukten/ Sonderanfertigungen im CAD/CAM Bereich erfolgreich verteidigt. Sie haben den Auditor gemeinsam mit der Qualitätsmanagementbeauftragten Frau Lücke an diesem Tag durch das Unternehmen begleitet. Was genau wurde geprüft und wie haben Sie diese zwei Tage erlebt?

Überprüft wurde die Konformität unseres Managementsystems mit den Normen DIN ISO 9001 und DIN EN 13485, sowie die Konformität unserer Produkte mit der Richtlinie 93/42/EWG des Rates über Medizinprodukte – alles im Zeichen eines „gelebten“ Qualitätsmanagements. Der Tag war sehr interessant und gleichzeitig inspirierend für mich. Ich habe viel gelernt. Neben den harten Prüfungsgesprächen hatten Frau Lücke und ich besonderen Spaß mit den Praktikantinnen aus der Abteilung Marketing. Ihnen wurden ebenfalls knifflige Fragen gestellt, die sie aber für den Auditor absolut zufriedenstellend beantworten konnten.

2. Warum ist Qualitätsmanagement wichtig für absolute Ceramics?

Qualitätsmanagement ist für absolute Ceramics sehr wichtig, weil wir dentale Prothetik erstklassiger Qualität herstellen. Dies wird möglich mit geplanten, reproduzierbaren Prozessen, sorgfältig dokumentierten Maßnahmen, intensiven Analysen der Kundenreaktionen und der Bereitschaft zu ständiger Verbesserung – und genau das bedeutet Qualitätsmanagement.

3. Sie sind studierter Dipl. Wirtschaftsingenieur und seit dem Jahr 2009 bei absolute Ceramics. Was haben Sie vorher gemacht und wie sind Sie zum Unternehmen gekommen?

Im Jahr 2008 habe ich mein Studium erfolgreich beendet. Erste Erfahrungen habe ich in der Automobilbranche als Produktionsingenieur sammeln können. Zuständig war ich zu dieser Zeit für die Produktions- und die Anlagenplanung eines großen Konzernes. Jedoch wollte ich gern in ein mittelständisches Unternehmen wechseln, in dem ich die Möglichkeit bekommen konnte, mehr Verantwortung zu übernehmen und eigene Projekte zu leiten. Bei absolute Ceramics werden mir diese Möglichkeiten jeden Tag geboten.

4. Sie arbeiten in der Abteilung Process Engineering – was sind Ihre Aufgabenfelder und was macht Ihnen am meisten Spaß?

Bei absolute Ceramics bin ich als Prozessingenieur tätig. Ich übernehme die komplette Projektbetreuung, d.h. Projektplanung und Projektleitung, aber auch die Analyse und die stetige Optimierung von Produktionsprozessen. Momentan bin ich vor allem für die Projektleitung und Umsetzung des absolute Ceramics matchpoints zuständig – ein neues CAD/CAM System zum Scannen und Modellieren der Restaurationen direkt in der Zahnarztpraxis.
Da die Schwerpunkte meiner Arbeit immer wechseln, ist meine Tätigkeit als Prozessingenieur sehr vielfältig. Den besonderen Reiz meiner Arbeit macht die hohe Verantwortung und Abwechslung aus.

5. Wo sind für Sie die Herausforderungen in Ihrem Beruf?

Da ich vor absolute Ceramics in einer ganz anderen Branchen tätig war, ist es für mich erst einmal eine große Herausforderung gewesen, mich in die verschiedenen Bereiche der Zahntechnik einzuarbeiten. Die Dentalbranche ist zwar sehr spannend, aber teilweise auch sehr eigen. Ich musste viele neue Dinge dazulernen, nicht zuletzt vor allem dadurch, dass ich in der Schnittstellenfunktion eng mit den Bereichen Konstruktion, Marketing/Vertrieb und Produktion verzahnt arbeite.

6. Wo sehen Sie die industrielle Zahntechnik in 10 Jahren?

In der industriellen Zahntechnik allgemein wird es sicherlich zur stetigen Automatisierung der Arbeitsprozesse kommen. Besonders überlebensfähig werden innovative Unternehmen wie absolute Ceramics sein, die sich vor allem durch Qualität und Service auszeichnen.
Das absolute Ceramics Konzept - den Zahnarzt als direkten Kunden zu betrachten – halte ich für äußerst populär. Ich bin mir sicher, dass absolute Ceramics in den nächsten 10 Jahren weiter enorm wachsen wird. Gut an dem Konzept von absolute Ceramics ist die zentrale Fertigung und die damit verbundene Kostendegression. Das Prädikat „Made in Germany“ ist wettbewerbsfähiger denn je.

Herr Bischoff, wir danken Ihnen für das Gespräch.